Zinkphosphatieren

Schutz und Haftung in einer Schicht

Funktionale Oberfläche für industrielle Bauteile


Die Zinkphosphatierung ist ein schichtbildendes Konversionsverfahren zur funktionalen Oberflächenbehandlung von Stahlbauteilen. Dabei entsteht durch eine chemische Reaktion zwischen Metalloberfläche und Phosphatlösung eine fest haftende Zinkphosphatschicht.
Diese Schicht verbessert den Korrosionsschutz, dient als Haftgrundlage für nachfolgende Beschichtungen und optimiert die Gleit- und Einlaufeigenschaften technischer Bauteile.

Für viele Industrieanwendungen stellt die Zinkphosphatierung eine wirtschaftliche Lösung dar, wenn eine funktionale Oberfläche mit definierten Eigenschaften benötigt wird.


 

Technische Vorteile des Zinkphosphatierung


Korrosionsschutz
Die kristalline Phosphatschicht wirkt als Schutzbarriere und erhöht die Beständigkeit gegenüber Umwelteinflüssen.
Optimale Lackhaftung
Die poröse Oberflächenstruktur bietet eine hervorragende Haftgrundlage für Lacke, Öle oder weitere Beschichtungen.
Verbesserte tribologische Eigenschaften
Die Oberfläche kann Schmierstoffe aufnehmen und verbessert Einlauf- und Gleiteigenschaften.
Unterstützung von Umformprozessen
In Kombination mit Schmierstoffen wird die Zinkphosphatierung häufig bei Kaltumformprozessen eingesetzt.

 

Typische Einsatzbereiche

Zinkphosphatierte Bauteile finden sich unter anderem in:

• Maschinenbaukomponenten
• Umformteilen
• Verbindungselementen
• Bauteilen mit nachfolgender Lackierung
• technischen Serienbauteilen

 

Zinkphosphatieren bei KNEISSLER

Unsere Anlagen ermöglichen eine flexible Bearbeitung sowohl von Trommelware als auch Gestellware.

Bearbeitungsfenster: 
1.100 × 400 × 500 mm

Alle Prozessparameter werden digital überwacht, wodurch eine reproduzierbare Schichtqualität und vollständige Prozessdokumentation gewährleistet wird.

Technische Daten Zinkphosphatieren

  • Verfahren: Schichtbildendes Konversionsverfahren
  • Schichtfarbe: Grau
  • Schichtdicke: 1 – 8 µm
  • Schichtgewicht: 1 – 10 g/m²
  • Temperatur: 75 – 80 °C
  • Grundwerkstoffe: Eisenwerkstoffe und ferritische Stähle
  • Wasserstoffaufnahme: sehr gering
  • Norm: DIN EN 9717
  • Konformität: RoHS / REACH